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Fahrrad-Kassetten – Die Taktgeber der Kettenschaltung

Egal ob Mountainbike, Rennrad, Trekkingbike oder jede Art von E-Bike – die Kettenschaltung ist über alle Fahrrad-Kategorien hinweg weit verbreitet. Das Herzstück der Kettenschaltung ist dabei die Fahrrad-Kassette. Denn die Anzahl und Größe ihrer Ritzel gibt vor, wie leicht oder schwer die Gänge sind, die du treten musst. Auf dieser Seite erklären wir dir, welche Arten von Kassetten es gibt. Außerdem erfährst du hier, was du beim Kauf und bei der Montage einer Fahrrad-Kassette wissen musst. Weiterlesen

Die Kassette am Fahrrad – Was ist das eigentlich genau?

Die Kassette am Fahrrad besteht aus verschieden großen Zahnrädern (oder Zahnkränzen) – darum wird sie auch Zahnkranzpaket oder Ritzelpaket genannt. Sie sitzt auf dem Freilaufkörper der Nabe am Hinterrad. Auf den Kettenblättern der Kassette läuft die Kette, sie wird durch das Schaltwerk zwischen den einzelnen Zahnrädern bewegt. Zusammen mit dem vorderen Zahnrad ergibt das die Übersetzung der Schaltung. Die Übersetzung der Schaltung gibt vor, wie leicht oder schwer du auf dem Fahrrad pedalieren musst, um vorwärtszukommen. Das Prinzip dahinter ist simpel: Je kleiner ein Ritzel der Kassette ist – also je weniger Zähne es hat –, umso schwerer ist der Gang. Je mehr Zähne ein Ritzel hat, desto leichter ist der Gang.

Um viele Gänge zur Verfügung zu haben und möglichst kleine Sprünge zwischen den Gängen zu ermöglichen, haben die Entwickler im Laufe der Jahre Schaltungen mit immer mehr Ritzeln entwickelt. Aktuell haben Kettenschaltungen elf oder zwölf Gänge. Je nach Marke sind sogar bis zu 13 Gänge möglich. Doch nicht nur die Anzahl der Ritzel, sondern vor allem ihre Größe respektive die Zahl der Zähne ist entscheidend. Die kleinsten Zahnkränze haben minimal neun Zähne, üblich sind jedoch elf Zähne am kleinsten Ritzel. Das größte Ritzel besitzt bei aktuellen Kettenschaltungen für Rennrad, Trekking- und Tourenrad sowie E-Bikes 32 oder 34 Zähne. Bei Mountainbike-Schaltungen gibt es dagegen sogar Ritzel mit bis zu 52 Zähnen. Letzteres kommt nicht von ungefähr, schließlich musst du mit dem Mountainbike nicht selten sehr steile Anstiege im unwegsamen Gelände bewältigen. Hier sind also besonders leichte Übersetzungen von großem Vorteil.

Betrachtet man die Zahnzahl des kleinsten und größten Zahnkranzes an einer Kassette zusammen, spricht man von der Kapazität der Kassette. Eine Kassette mit 11-32 Zähnen hat eine kleine Kapazität, die Sprünge zwischen den einzelnen Gängen sind hier eher gering. Eine Kassette mit 10-52 Zähnen hat dagegen eine große Kapazität. Dafür gibt es aber auch sehr große Sprünge zwischen den jeweiligen Gängen.

Kassette Fahrrad – Welche Arten von Kassetten gibt es?

Das wichtigste Kriterium bei einer Kassette ist der Hersteller der Kettenschaltung. Gängig sind die Marken Shimano, SRAM und Campagnolo. Durch den jeweiligen Hersteller ergibt sich auch die Verzahnung zwischen Kassette und Freilaufkörper der Nabe, auf den die Kassette gesteckt wird. Shimano und SRAM benutzen denselben Standard, er ist am weitesten verbreitet. Allerdings verwendet SRAM bei aktuellen Mountainbike-Schaltgruppen mit elf und zwölf Gängen einen eigenen Standard mit dem Namen XD. Campagnolo nutzt ebenfalls einen eigenen Standard.

Neben der Schaltungs-Marke und der passenden Verzahnung am Freilaufkörper musst du natürlich eine Kassette wählen, die zur Anzahl der Gänge deiner Schaltung am Fahrrad passt. Aktuell am Markt vertreten sind Kettenschaltungen mit sieben bis zu 13 Gängen, also mit entsprechender Anzahl der Zahnkränze an der Kassette.

Wenn du eine neue Kassette kaufen willst, um eine abgenutzte zu ersetzen, und du warst bisher mit der Übersetzung an deinem Fahrrad zufrieden, dann kaufe einfach die gleiche Kassette wieder: gleicher Hersteller, gleiche Schaltgruppe, gleiche Kapazität. So passt und funktioniert die neue Kassette garantiert ohne Probleme. Übrigens: Bei BIKE24 findest du eine große Auswahl unterschiedlicher Fahrrad-Kassetten – angefangen von der klassischen Rennrad-Kassette bis hin zur E-Bike-Kassette.

Fahrrad-Kassetten im Überblick – Diese Unterscheidungsmerkmale gibt es

  • Die Marken: SRAM und Shimano dominieren den Markt der Kettenschaltungen am Fahrrad, entsprechend ist der Shimano-Standard der Verzahnung zwischen Kassette und Freilaufkörper am weitesten verbreitet. Die Traditionsmarke Campagnolo nutzt bei ihren Kassetten einen eigenen Standard. Daneben gibt es einige kleinere Marken, die eigene Schaltgruppen oder Kassetten als Ersatzteile für die Schaltgruppen der großen Marken anbieten. Teils setzen diese Firmen auf gängige Standards, teils haben sie aber auch eigene. Generell gilt: Die Kassette muss zur Aufnahme auf dem Freilaufkörper der Hinterradnabe passen.
  • Wie viele Gänge: Die Anzahl der Ritzel ist durch Schalthebel und Schaltwerk deiner Schaltung vorgegeben. Die Kassette muss immer genau die Ritzel-Anzahl besitzen, für die die Mechanik des Schalthebels ausgelegt ist.
  • Die Kapazität: Das kleinste Ritzel ist bei einer Kassette in der Regel durch den Freilaufkörper vorgegeben. Elf Ritzel sind der am weitesten verbreitete Standard. Beim größten Ritzel kannst du aber variieren und ein möglichst großes Ritzel für leichte Gänge am Berg oder ein kleineres Ritzel für kleinere Sprünge zwischen den Gängen wählen. Aber Obacht: Die Gesamtkapazität gibt das Schaltwerk vor. Wenn du hier etwas ändern willst, musst du in der Bedienungsanleitung deines Schaltwerks nachschauen, wie groß die Gesamtkapazität ist.

Kann ich Kassetten anderer Marken oder mit anderer Kapazität nutzen?

Wie oben beschrieben, muss die Kassette zwingend zur Aufnahme auf dem Freilaufkörper passen. Außerdem muss die Anzahl der Ritzel zur Schaltung passen. Bedient der Schalthebel elf Gänge, muss auch die Kassette elf Ritzel haben. Wenn diese beiden Bedingungen erfüllt sind, kannst du auch die Kassetten anderer Kassetten-Anbieter nutzen. Allerdings sind die Bauteile moderner Kettenschaltungen aufeinander abgestimmt. Die Kettenschaltung funktioniert am besten, wenn alle Bauteile von derselben Marke stammen. Innerhalb der Marke kannst du aber problemlos auch Kassetten anderer Schaltgruppen nutzen.

Du kannst auch die Abstufung der neuen Kassette ändern, um leichtere Gänge oder weniger große Sprünge zwischen den Gängen zu haben. Dann musst du aber darauf achten, ob das Schaltwerk diese geänderte Kapazität verarbeiten kann. Das findest du in der Bedienungsanleitung des Schaltwerks heraus. Überdies musst du bei einer geänderten Kapazität der Kassette unter Umständen eine längere oder kürzere Kette montieren.

Kassetten Fahrrad – Wie montiere und pflege ich Kassetten?

Willst du Kassetten selbst montieren, brauchst du dafür zwei Spezialwerkzeuge. Zum einen benötigst du einen Kassettenabzieher zum Öffnen und Schließen des Abschlussrings, der die Kassette auf dem Freilaufkörper der Nabe sichert. Zudem brauchst du auch noch einen Gegenhalter wie eine Kettenpeitsche, mit dem du beim Öffnen des Abschlussrings verhinderst, dass sich die Kassette auf dem Freilaufkörper drehen kann. Wenn du regelmäßig selbst Kassetten wechseln willst, dann kann sich die Investition in diese beiden Fahrrad-Werkzeuge durchaus lohnen.

Um die Kassette sauber zu halten, solltest du grobe Verschmutzungen immer direkt nach der Ausfahrt mit etwas Wasser und einer Bürste reinigen. Achtung: Dampfstrahler sind beim Fahrradputz generell tabu, das gilt insbesondere für die Kassette. Durch den hohen Druck kann nämlich Wasser in den Nabenkörper gelangen oder die Schmierung der Lager zerstört werden. Wenn du dein Fahrrad gründlich putzt, dann ziehe einen Lappen mit etwas Öl gründlich zwischen allen Zahnrädern der Kassette durch. Ölen oder Schmieren musst du die Kassette nicht.

Fahrrad-Kassetten – Zusammenfassung

  • Die Kassette ist am Fahrrad ein wichtiger Bestandteil des Antriebs.
  • Die Anzahl und Größe ihrer Ritzel geben vor, wie leicht oder schwer die Gänge sind, die du treten musst.
  • Kassetten gibt es in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Einsatzzwecke. So gibt es je nach Anbieter Rennrad-Kassetten, Mountainbike-Kassetten oder E-Bike-Kassetten.
  • Die Fahrrad-Kassette muss immer so viele Ritzel haben, wie die jeweilige Kettenschaltung schalten kann.
  • Aktuell haben Kettenschaltungen elf oder zwölf Ritzel. Je nach Marke sind sogar bis zu 13 Ritzel möglich.
  • Die Kassette muss zur Verzahnung des Freilaufkörpers passen, auf dem sie sitzt.
  • Soll das größte Ritzel einer neuen Kassette mehr oder weniger Zähne besitzen als bei der bisher montierten Kassette, dann muss die Kapazität des Schaltwerks und die Kettenlänge beachtet werden.