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Entdecke die Vorteile von ergonomisch optimierten Fahrradteilen
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Fahrrad-Ergonomie – Besser sitzen, lenken und mehr Leistung erreichen!

Schmerzen während und nach den ersten Touren mit dem neuen Fahrrad sind ganz normal – oder? Nein, quälen sollte sich niemand und dein Fahrrad sollte zu dir passen. Passen bedeutet ein ergonomisches Bike-Setup. Dies umfasst am Fahrrad eine ganzheitliche Betrachtung der Rahmenmaße sowie der Geometrie von Kontaktpunkten wie Sattel, Lenker, Pedale und Schuhe. Dabei sind die Anpassungen an MTB, Rennrad oder auch am City-Bike abhängig von deinen körperlichen Voraussetzungen. Du möchtest Tipps und Anregungen, um komfortabler zu biken? Dann lies gleich weiter. » Weiterlesen

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In dieser BIKE24 Themenwelt zum Thema Fahrrad-Ergonomie findest du Fragen zu typischen Problemen in Verbindung mit der Fahrrad-Sitzposition und Antworten mit wertvollen Tipps und Anregungen. Mit ihrer Hilfe kannst du auftretenden Problemen im Sitz- und Lenkbereich frühzeitig entgegenwirken und deinen Komfort erhöhen.

Folgende Themenbereiche sind enthalten:

Noch ein kleiner Hinweis, bevor es ins Thema geht: Dieser Artikel enthält viele allgemeine Empfehlungen, mit denen die Ergonomie auf dem Fahrrad verbessert werden kann. Sollten sich deine Probleme nicht bessern oder sogar verschlechtern, fahre bitte auf keinen Fall so weiter und kontaktiere schnellstmöglich einen unserer BIKE24-Fachberater oder einen Bike-Fitting-Experten. 

Für wen ist eine ergonomische Fahrradanpassung das Richtige?

Fahrrad Ergonomie – Wenn die Einstellung bei Fahrer und Rad stimmt

Du hast dir deinen Traum erfüllt und ein neues Fahrrad gekauft oder das Radfahren aufs Neue für dich entdeckt? Das finden wir super! Doch manchmal, wenn die erste Euphorie verflogen ist, können sich Probleme einstellen. Du kannst deine Leistung nicht optimal aufs Pedal bringen, der Hintern schmerzt, der Nacken verspannt sich oder Gliedmaßen beginnen einzuschlafen und im aller schlimmsten Fall musst du deine Tour abbrechen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben wir uns mit Hilfe unserer Experten für Bike-Fitting und Radberatung einigen der wichtigsten Fragen rund um das Thema gestellt.

Die wohl wichtigste Frage gleich zum Anfang: Ab wann ist eine ergonomische Optimierung sinnvoll, ist ein Zwicken nach der ersten Fahrt schon kritisch?

Antwort: Ein umfassender Austausch und eine genaue Einstellung der Fahrradteile und des Equipments empfehlen sich immer dann, wenn regelmäßig Rad gefahren wird und dann Probleme auftreten oder wenn zukünftig regelmäßig gefahren werden soll. Fährst du eher selten Rad, ist es sinnvoller alle Teile grundlegend einzustellen.

Frage 2: Welche Fahrradteile und Ausrüstungsgegenstände können optimiert werden?

Antwort: Lenker, Lenkergriffe/-band, Vorbau, Handschuhe, Radhose, Sattel, Sattelstütze, Kurbel, Pedale, Schuhe, Einlegesohlen und unter Umständen auch der Rahmen – was im ungünstigsten Fall einen neuen Rahmen bzw. ein neues Fahrrad bedeutet. Damit dieser schlimmste Fall nicht eintritt, empfehlen wir, vor dem Onlinekauf von Fahrrad und Rahmen unbedingt die richtige Rahmengröße mit unserem BIKE24 Rahmengrößen-Guide zu ermitteln.

Frage 3: Welche Vorteile bringt eine bessere Ergonomie?

Antwort: Die wichtigsten Gründe sind: Verminderung von Schmerzen, bessere Leistungsentfaltung, weniger Ermüdung durch Fehlbelastungen von Muskeln und Gelenken und damit ein geringeres Verletzungsrisiko

Frage 4: Wird auch beim Bike-Fitting bzw. der Teile-Geometrie zwischen den Geschlechtern unterschieden?

Antwort: Jein – die Prinzipien sind gleich, die Anforderungen können jedoch unterschiedlich sein. Zum Beispiel haben Damen häufig ein breiteres Becken, die Weichteile im Sitzbereich sind bei Frauen und Männern verschieden und das Verhältnis zwischen Oberkörper- und Beinlänge oft geschlechtertypisch. 

Frage 5: Womit sollten unsere BIKE24 Kunden am besten beginnen?

Antwort: Das kommt ganz auf das Problem an. Nicht immer ist die der problematischen Körperpartie nahe Komponente auch die Ursache. Der Ansatz sollte möglichst ganzheitlich sein. Einige Komplettrad- und Komponentenhersteller haben eigene Ergonomie-Konzepte wissenschaftlich entwickelt und getestet. Alle Teile von der Hardware bis zur Bekleidung sind untereinander sowie auf die Anatomie von Mann oder Frau abgestimmt und können zudem leicht angepasst werden. Bekannte Anbieter solcher Konzepte sind u. a. Specialized mit Body Geometry (BG) Komponenten und Bekleidung, SQlab Sättel, Lenker und Griffe sowie Ergon Griffe, Sättel und Einlegesohlen.

So findest du den für Rennrad, Mountainbike und andere Fahrräder passenden Sattel

Eines der typischsten Probleme für viele Fahrer sind Schmerzen im Gesäßbereich. Bei der Suche nach dem richtigen Sattel und der passenden Einstellung wollen wir dich unterstützen.

Frage 1: Wenn der Hintern schmerzt, gleich einen neuen Sattel oder erstmal einstellen?

Antwort: Je nach Voraussetzungen – die Abmessungen und Einstellmöglichkeiten des vorhandenen Sattels müssen zum Fahrer passen – kann Einstellen schon helfen.

Frage 2: Wie müssen Sattelhöhe, Neigung und Versatz grundlegend eingestellt sein?

Antwort(en):
Deine Ausgangssattelhöhe findest du, indem du dich erstmal in Radfahrbekleidung also ggf. Hose mit Sitzpolster und mit angezogenen Fahrradschuhen auf dein Bike setzt. Jetzt setzt du den linken und rechten Absatz auf die Fahrradpedale und drehst die Kurbel je Seite auf 6 Uhr (tiefster Punkt). Musst du dazu das Bein durchstrecken und bleibst dennoch mit dem Becken waagerecht stimmt die Einstellung. Sind die Beine leicht gebeugt kannst du vorsichtig die Höhe vergrößern. Achtung: Diese Anleitung ist sehr allgemein gehalten, individuelle anatomische Besonderheiten wie überproportional große Füße, ungleich lange Beine oder Hüftarthrose sollten durch einen Fachberater analysiert und berücksichtigt werden.
Die Basis-Neigung des Sattels kannst du mit einer Wasserwaage einstellen. Lege die Waage längs auf den Sattel und kontrolliere, ob er waagerecht ist. Sieht es bei dir anders aus, kannst du meistens über die Schraube(n) am Sattelstützenkopf die Neigung anpassen. Wichtig ist, dass die Hauptlast über die Sitzknochen auf den Sattel wirkt und nicht etwa über den Dammbereich. 
Eine falsche Einstellung des Sattelversatz kann Ursache für Knieschmerzen oder eine schlechte Leistungsausbeute sein. Zur Einstellung der waagerechten Verschiebung brauchst du ein Lot, einen Helfer und eine Wand zur Abstützung oder am besten einen Bike-Trainer. Setz dich zuerst aufs Bike. Die Füße nehmen ihre übliche Position ein. Als Nächstes drehst du eine Pedalseite auf 3 Uhr. In dieser Pedalstellung sollte der Anfang des Lots, welches unterhalb der Kniescheibe am Schienbein vom Helfer angelegt wird, durch die Pedalachse laufen.

Frage 3: Du möchtest ergonomisch sitzen, worauf kommt es hauptsächlich in Sachen Komfort an?

Antwort: Auf die Sattelbreite, die gesamte Form (Sättel können z. B. über die Breite [Querrichtung] eine rund verlaufende Form oder auch eine deutlich abfallende Kontur aufweisen), die Ausführung im Mittelteil – bspw. eine am Damm druckentlastende Aussparung und dann auch auf die Polsterung.

Frage 4: Kann man die Mindestbreite auch Zuhause ermitteln?

Antwort: Ja, mit einem Stück Wellpappe, das beim Draufsetzen unter dir herausschauen würde. Aber nicht gleich draufsetzen. Zur Messung des Sitzknochenabstands legst du das Stück bspw. auf einen harten, ebenen Stuhl. Als nächstes ziehst du die Hose an, mit der du Rad fährst. Jetzt kannst du dich auf die Pappe setzen. Um sicher zu gehen, dass die Abdrücke der Sitzknochen auch gut zu sehen sind, kannst du die Beine noch zum Oberkörper anziehen und wenn möglich mit den Händen an den Kanten der Sitzfläche ziehen. Nun stehst du vorsichtig gleichmäßig nach vorn auf. Die Pappe sollte jetzt zwei deutliche Abdrücke haben. Diese kannst du einkreisen, den Mittelpunkt bestimmen und den Abstand messen. Beim ermittelten Wert handelt es sich um den Mindestabstand. Einige Hersteller wie z. B. die auf Ergonomie ausgerichtete Marke SQlab empfehlen je nach Sitzhaltung, noch folgende Werte hinzuzuaddieren:

  • Triathlon/Zeitfahren: +0 cm
  • Stark nach vorne gebeugt – „gestreckt“ z. B. auf dem Rennrad: +1 cm
  • Moderat nach vorne gebeugt – MTB/komfortable Gravel-Bikes: +2 cm
  • Leicht nach vorne gebeugt – Trekking-Bikes: +3 cm
  • Aufrechte Sitzposition – City-Bikes: +4 cm

Frage 5: Bedeutet mehr Polsterung auch weniger Schmerzen bzw. Missempfindungen?

Antwort: Nein, nicht automatisch. Umso besser der Druck verteilt ist bzw. die Sattelschale nachgibt, desto weniger Polsterung kann unter Umständen verwendet werden. Dies kann bspw. mit einer sich anpassenden Satteldecke aus Leder, über Carbon-Schalen mit spezieller Faserlegung oder über einen maßgeformten Sattel ermöglicht werden. 

Frage 6: Gibt es noch weitere brandheiße Tipps für den Sattelkauf?

Antwort: Am besten, du nutzt je nach Möglichkeit das Testangebot in deiner Umgebung, viele Hersteller von Komponenten und Bekleidung laden regelmäßig zu Testevents ein. Wichtig dabei ist, dass das jeweilige Modell beim Test am eigenem bzw. an dem Bike, an dem es auch zukünftig genutzt werden soll, Probe gefahren wird. Ein Sattel am MTB kann sich ganz anders anfühlen als der Gleiche am Rennrad oder Tourer.
Gibt es in nächster Zeit kein Testevent in deiner Nähe, kannst du vielleicht einen Bike-Buddy bitten, dir seinen Sattel, vorausgesetzt die Breite stimmt, zum Test auszuleihen. Beim Testen solltest du dir Zeit nehmen und genau darauf achten, ob du auch über längere Zeit stabil auf den Sitzknochen Platz nimmst.

Für die Fahrrad-Ergonomie besonders wichtig: Die richtige Sattelhöhe

Ergonomisch sitzen – Fragen zu geraden Lenkern für MTB und Co sowie Vorbauten

Frage 1: Wonach richtet sich die Breite bspw. eines MTB-Lenkers (Lenkstange)?

Antwort: Ein Teil der Antwort ist schon in der Frage enthalten. Die Breite richtet sich nach dem Fahrradtyp bzw. dessen Einsatzgebiet. Hinzu kommen die körperlichen Voraussetzungen des Fahrers. Zum Beispiel sind beim MTB-Fahren eher schnelle, direkte Lenkbewegungen gefragt, was einen breiten Lenker und kurzen Vorbau (bspw. 50 mm Vorbau und 800 mm Lenker) bedeutet. Bei passender Lenkerbreite sollten in der Fahrrad-Sitzposition deine Arme mit nach unten zeigenden Ellbogen leicht angewinkelt und die Oberarme etwas nach außen rotiert sein. Da Mountainbiker Abfahrten stehend befahren (aktive Position), gibt es noch eine Möglichkeit einen Orientierungswert für die maximale Breite deines MTB-Lenkers Zuhause zu ermitteln. Lass dich dazu in einer natürlichen Bewegung aus dem Kniestand in die Liegestützposition fallen und von einem Helfer den Handabstand nachmessen.

Frage 2: Welche geometrischen Besonderheiten haben Lenker für MTB, Trekking-Bike und Co?

Antwort: Nahezu alle gängigen Lenkstangen besitzen ein Backsweep. Dabei handelt es sich um die waagerechte Rückbiegung (Kröpfung) nach dem Klemmbereich. Je höher der Backsweep desto aufrechter bzw. ergonomischer kann der Fahrer sitzen. Das Gewicht wird mehr nach hinten also auf den Sattel verlagert, die Belastung an Armen und Händen verringert sich. Gleichzeitig steigt aber auch der Windwiderstand und die Leistungseffizienz kann abnehmen.
Meistens ist der Backsweep auch noch mit einem Rise bzw. Upsweep verbunden. Beim Rise handelt es sich um den Höhenunterschied zwischen Lenkerklemmung und Griffebene. Den Übergang in die Ebene leitet der Upsweep-Winkel ein. Riser-Lenker sind im Normalfall ebenso einer aufrechten Sitzhaltung zuträglich und erlauben in der Angriffsposition eine bessere Gewichtverlagerung und Kontrolle auf den Trails.

Frage 3: Welcher Rückwinkel ist auf dem MTB empfehlenswert und wie kann man ihn beeinflussen?

Antwort: Das ist sehr abhängig von der MTB-Disziplin, der Fahrtechnik und den körperlichen Voraussetzungen. Sehr sportliche Fahrer z. B. im Cross-Country fahren mit ca. 40° Oberkörperneigung, Tourenfreunde im Trail-/AM- aber auch Enduro-Terrain sitzen eher bequem bei ca. 55-60°. Bei diesen Angaben handelt es sich um Ausgangswerte. Am besten du probierst nach Möglichkeit verschiedene Spacer-Turmhöhen, Vorbauwinkel und Längen aus. Dabei ist es ratsam nicht zu viele geometrische Variablen gleichzeitig zu ändern.

Frage 4: Viele Kunden leiden bei längeren Fahrten unter Rücken- oder Nackenschmerzen. Mit welchem Teil oder welchen Komponenten im Lenkbereich lässt sich das ändern?

Antwort: Meist mit einem anderen Vorbau (kürzer und steilerer Winkel) und/ oder Lenker. Grundsätzlich sollte aber auch an der körperlichen Fitness bspw. mit Stabilisationsübungen gearbeitet werden, sonst kommt das Problem später wieder.

Ergonomische Drop-Bar Lenker für Rennräder und der passende Vorbau

Für die ergonomische Fahrradeinstellung erstmal die Grundhaltung optimieren.

Frage 1: Beim Rennradfahren geht es meistens sportlich zu, doch wieviel Überhöhung ist sinnvoll?

Antwort: Je größer die Differenz zwischen Lenker und Sattel ausfällt, desto sportlicher bzw. aerodynamischer sitzt man auf dem Rennrad. Wie tief aber der Lenker über Vorbauwinkel und Stack-Height (Spacer-Turmhöhe) montiert werden sollte, ist abhängig von deiner Beweglichkeit im unteren Rücken. Um zu prüfen, ob deine Überhöhung zu dir passt, setz dich am besten in Rennradbekleidung auf dein Bike, während es in einem Heimtrainer eingespannt ist oder von einem Helfer am Sattel gehaltenen wird. Jetzt greifst du nacheinander die Oberlenker-, die Schalt-/Bremshebel- sowie die Unterlenkerposition und lässt einen weiteren Helfer auf deine Beckenbeweglichkeit achten. Deine Überhöhung ist nur dann länger fahrbar, wenn du auch den Unterlenker nur über die Beckenvorrotation erreichst. Kommt die Beweglichkeit stattdessen bspw. aus der Brustwirbelsäule ist deine Überhöhung zu groß.

Frage 2: Wie kann ich über den Rennradlenker, Vorbau etc. seine Haltung verbessern?

Antwort: Moderne Rennrad bzw. Drop-Bar Lenker gibt es in unzähligen Ausführungen. Speziell unter Touren- und Langstreckenfahrern erfreuen sich kompakte Modelle mit reduziertem Drop (Differenz zwischen Ober- und Unterlenker unter 130 mm) großer Beliebtheit. Sie erlauben das aerodynamischere Fahren im Unterlenker auch mit weniger Beweglichkeit im unteren Rücken bzw. Becken. Neben dem Drop kannst du auch über Modelle mit Rise und Backsweep die Ergonomie verbessern. Der Rise beschreibt bei Drop-Bars die Höhendifferenz (horizontaler Versatz) zwischen Oberlenker-Griffebene und Klemmbereich. Er kann eine aufrechtere bzw. komfortablere Sitzhaltung ermöglichen oder es erlauben, die absolute Lenkerhöhe zu vergrößern, wenn die Spacerhöhe schon ausgereizt ist. Der Rise wird häufig noch mit einem sehr leichtem Backsweep kombiniert, welcher die Oberlenkergriffposition angenehmer macht und die aufrechte Fahrrad-Sitzposition ebenfalls unterstützt.
Prinzipiell gilt für die Montage, dass die Teile trotz sportlicher Ambitionen so eingestellt/positioniert werden sollten, dass die Haltung auch über längere Zeit erträglich ist.

Frage 3: Anatomisch und Ergo – Was bedeutet das und wer braucht es?

Antwort: Anatomisch und Ergo beziehen sich auf die Form des Unterlenkers (Lenkerbügel). An beiden Varianten variieren häufig die Radien im Verlauf des Unterlenkers, um die Schalt-/Bremsgriffe vom Ober- und Unterlenker besser erreichen und weniger Drop erzielen zu können. Ein anatomischer Rennlenker hat im Drop-Verlauf noch eine deutliche Stufe. Sie erlaubt eine weitere Handposition bzw. eine für den Rücken komfortablere Zwischenposition in der auch besser gebremst werden kann. An ihr schließt sich noch eine Griffhaltung für den Sprint an.  
Ein Ergo-Rennlenker verläuft im Gegensatz dazu nach dem horizontal tiefsten Punkt (maximaler Reach) harmonisch gerundet nach unten aus. Wer ein anatomisches Modell im Unterlenker an den Händen als unangenehm empfindet, sollte lieber zu einem Ergo-Modell greifen.

Frage 4: An Rennrädern werden klassisch längere Vorbauten für eine gestreckte Haltung gefahren, oder?

Antwort: Jein, manche gut trainierte Radsportler bzw. Profis setzen hauptsächlich für noch weniger Windwiderstand auf besonders lange Vorbauten. An tourentauglicheren Rennrädern kommen selten so lange Vorbauten zum Einsatz. Willst du selbst herumexperimentieren, solltest du dir über eines im Klaren sein: Umso länger der Vorbau ist, desto mehr steigt die Belastung im Rücken- und Schulterbereich. Schmerzen durch verspannte Schultern und Nackenpartien können die Folge sein. Grundlegend kannst du bei normalem Oberkörper-Arm-Verhältnis den Ellbogen an die Sattelspitze legen und mit ausgestreckten Fingern in Richtung Lenker zielen. Die erreichte Weite plus 2-3 Zeigefingerbreiten geben eine gute Basis zum Experimentieren.

Die Sitzhaltung sollte in allen Griffpositionen angenehm sein!

Schuhe und Einlegesohlen für mehr Komfort und Leistung

Je nach Fahrradtyp und der resultierenden Sitzhaltung bzw. Fahrposition entsteht eine mehr oder weniger dynamische Belastung durch die kraftvollen Pedalumdrehungen. Sind es bei leistungsorientierten Rennrädern und MTB XC Race-Bikes 70 % Belastung, die auf die Pedale entfallen, so sind es bei Touren-MTBs, komfortablen Gravel-Bikes und Trekking-Bikes 50 % und bei City-Bikes nur 25 %. Kaum verwunderlich also, dass Probleme auftreten können, wenn Spitzenleistungen auf schnellen Kurzstrecken über die Schuhe und Sohlen auf die Pedale gebracht werden oder wenn auf längeren Strecken viel Kraft-Ausdauer gefragt ist.
Hersteller mit umfassenden ergonomischen Konzepten bieten aus diesem Grund oft eine umfassende Palette an Schuh-Varianten, Einlegesohlen, Einlagen und Keilen an. Diese dienen z. B. dazu, das Fußgewölbe zu unterstützen, den Vorfuß und somit häufig Hüfte, Knie und den gesamten Fuß zu stabilisieren oder gezielt Druckentlastungen zu ermöglichen.

Frage 1: Wie bringe ich an meinen Klick-Schuhen die Rennrad- oder MTB-Pedalplatten (Cleats) erstmal in eine neutrale Grundposition?

Antwort: Im Normalfall sollte für eine optimale Kraftübertragung die Pedalplatte prinzipiell im Fußballenbereich positioniert werden. Die meisten System erlauben es, die Platte längs und quer zum Schuh zu bewegen und außerdem noch waagerecht zur Sohle einzudrehen. Zuerst ziehst du deine hoffentlich in der Länge schon mal passenden Fahrradschuhe an und tastest mit dem Daumen das Grundgelenk des großen Zehs – zwischen Mittelfußköpfchen und erstem Zehengelenk. Nun kannst du die bei allen gängigen Systemen symmetrischen Pedalplatten in Längsrichtung so montieren, dass die virtuell verlängerte Pedalachse erstmal möglichst senkrecht durch diesen Punkt verläuft. Damit eure hoffentlich gesunden Knie erstmal eine ausgewogene Belastung – eine zum Rahmen parallele Beinführung vorausgesetzt – erfahren, empfehlen wir, die Pedalplatten auf der Montagefläche in Querrichtung mittig bzw. neutral zu positionieren. Wenn z. B. Schmerzen an der Außenseite des Knies auftreten, kannst du probieren, das Cleat bzw. die Platte etwas weiter nach innen zu schieben, sind die Schmerzen auf der Innenseite probiere das Gegenteil. In Sachen Rotation empfiehlt es sich, die Pedalplatten erstmal so zu montieren, dass die von Hand eingeklickten Schuhe parallel zum Hinterrad stehen und sich im Fersenbereich problemlos an den Kettenstreben vorbeiführen lassen. Kleine Veränderungen können hier zwischen Freud und Leid entscheidend sein. Höre auf deinen Körper und kontaktiere im Zweifel gern unsere Fachberater im Kundenservice.

Frage 2: Ich habe alles wie beschrieben, eingestellt: Woran merke ich, dass dennoch etwas im Bereich der Schuhe nicht stimmt

Antwort: An Schmerzen, Taubheitsgefühlen oft beginnend an den Zehen und damit einhergehend Einschlafen oder Kribbeln sowie stärkere Druckstellen nach der Tour.

Frage 3: Woran merke ich, welche Schuh-Ausführung – Modelle für Füße mit normalem Umfang oder High-Volume – für mich die richtige ist?

Antwort: Eine schwierige Frage – High-Volume Schuhe sind meistens mit mehr Obermaterial versehen und können z. B. bei Füßen mit hohem Spann eine bessere Passform erlauben. Kommen noch weitere Fußfehlstellungen wie ein Knick-Senkfuß dazu, genügt dies aber oft nicht. Passende Einlegesohlen, Keile oder ein Schuh mit breiterem Vorfußbereich häufig als 'Wide' Ausführung benannt, können nötig sein.

Frage 4: Am Anfang der Ausfahrt fühlt sich noch alles gut an, doch später stellen sich Missempfindungen an der Fußunterseite ein. Woran kann das liegen und können Einlegesohlen Abhilfe schaffen?

Antwort: Dies kann an einem kollabierenden Fußgewölbe liegen. In so einem Fall können geeignete Einlegesohlen oder spezielle Keile bzw. Fußgewölbestützen in Längs- und Querrichtung helfen.

Frage 5: Was kann ich vor der Bestellung meiner Schuhauswahl bei BIKE24 tun, um diese Probleme zu vermeiden?

Antwort: Wenn du bereits weißt, dass du z. B. einen Spreiz-, Senk- oder Plattfuß hast, solltest du dich direkt nach Schuhen umschauen, die entsprechend anpassbar sind.
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich auch Zuhause mit leicht angefeuchteten, nackten Füßen auf ein Blatt Papier stellen und anschließend Rückschlüsse auf die grundlegende Druckverteilung deiner Füße ziehen. 
Weiterhin ist es ratsam die Fußlänge vom linken und rechten Fuß einmal genau mit einem Maßband auszumessen. Die falsche Größe ist öfter für unschöne Begleiterscheinungen verantwortlich, als man denkt. 
Wieviel Luft du im Schuh noch dazu rechnen solltest, ist ganz davon abhängig, wie du bikst. Verbringst du sportlich ambitioniert fast 100% der Aktivitätszeit auf dem Fahrrad, sind wenige Millimeter Luft völlig ausreichend. Im anderen Fall sollte ca. 1 cm zusätzlicher Platz vorhanden sein und sich der Schuh grundlegend auch zum Gehen eignen. Das Ergebnis vergleichst du dann mit der Größentabelle des Herstellers. Variiert die Fußlänge zwischen deinem linken und rechten Fuß stark, ist es durchaus möglich, dass sich beide um eine Schuhgröße unterscheiden. In so einem Fall bestellst du beide Größen und kannst über Schuhtauschbörsen anschließend auch andere Sportler unterstützen.

Spezielle Lösungen gefragt?

Die Lenkerhöhe lässt sich einfach über Spacer anpassen

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